Ökumenischer Gottesdienst: 30.4. um 19:00

Autor: ESG Magdeburg | Samstag, 25. April 2020

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Unser erster ökumenischer Gottesdienst als Videomeeting 

Gemeinsam beten, singen und Wortgottesdienst feiern geht auch online. Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Das Thema lautete: Gemeinde der Zukunft zu 1. Kor.12. Wir haben eine Auslegung von Pater Clemens gehört und eine Pantomime der evangelischen Studierendenpfarrerin gesehen. Den Link dafür findet ihr hier Cororna-Pantomime

Drei Studierende stellten im Gottesdienst ihre Vorstellungen von einer Kirche vor. Hier findet ihr die Texte:

Ruth (ESG): „Kirche bedeutet für mich vor allem Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft von Menschen, die an Gott glauben. Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die alle willkommen sind. Kirche ist für mich ein Ort des Glaubens, an dem man zusammen kommen kann, zum gemeinsamen Gottesdienst feiern, essen, aber auch zum Spaß haben und sich austauschen. Für mich persönlich ist Kirche im Moment vor allem die ESG in Magdeburg, weil das die Gemeinde ist, in der ich mich zu Hause fühle. Die Landeskirche spricht mich als Studentin eher weniger an, weil die Gemeindemitglieder meistens älter sind. Für die Zukunft wäre es schön, wenn sich die Landeskirche mehr für jüngere Menschen öffnen würde.“

 

Julia (KSG): "Für viele Menschen ist die Kirche ein Zufluchtsort. Vor allem in Krisensituationen wie wir sie gerade mit der Pandemie erleben, ein Ort von größter Wichtigkeit für viele Christen in der Welt. Viele schöpfen im Gottesdienst Kraft und Mut - aber nicht nur hier - sondern auch in der Stille im Erleben der besonderen Atmosphäre in einer Kirche. Ich würde es schön finden, wenn mehr Kirchen ihre Türen offen halten und so Menschen die Möglichkeit haben Gottes Nähe stärker zu spüren. Vor allem denke ich hier an ältere Menschen, die einsam in ihren Wohnungen sitzen und für sie es selbstverständlich ist jeden Abend in die Kirche zu gehen. Diese Möglichkeit bleibt ihnen leider vielerorts verwehrt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich dieser Zustand auf Dauer negativ auf die Psyche auswirken wird. Daher bin ich klar dafür Kirchen zu öffnen (so wie früher auch im Krieg!). Ich sehe darin auch kein Problem bezüglich einer "unnötigen Virusausbreitung" solange man mit bestem Gewissen die Sicherheitsmaßnahmen einhält und wenn es nötig ist, finden sich sicher auch in jeder Gemeinde engagierte Menschen, die sich als "Aufpasser" bereit erklären:)"

 

Simon (ESG): „Kirche bedeutet für mich vor allem Gemeinschaft. Kirche ist ein Ort, an dem man andere Menschen kennenlernen und gemeinsam Dinge erleben kann. Ein Ort, an dem jeder willkommen ist und wertgeschätzt wird. Durch den Glauben bringt die Kirche Menschen zusammen und hilft ihnen, ihr Leben und das Leben anderer zu gestalten und zu verbessern. Kirche ist ein Ort, an dem Menschen sich gegenseitig helfen und gemeinsam etwas erreichen können. Was ich mir in Zukunft von der Kirche wünschen würde ist, dass sie ihren Glauben und die Kraft, die aus dieser Gemeinschaft entsteht, stärker nach außen trägt. Kirche sollte ein Vorbild sein für die Gesellschaft als Ganzes und den Menschen Mut machen. Auch sollte sich die Kirche weniger von Traditionen leiten lassen und sich wenn nötig von ihnen lösen. Im Zentrum sollte immer der Mensch als solcher und damit die Gemeinschaft stehen, nicht Strukturen oder Hierarchien. Die Kirche muss sich weiterentwickeln, wo sich die Menschen weiterentwickeln und sollte gesellschaftlichen Umbrüchen nicht im Wege stehen, sondern sie begleiten und unterstützen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mir in der Kirche der direkte Kontakt zu Menschen wichtig ist sowie die Gemeinschaft, die daraus entsteht. Und dass ich mir auch für die Zukunft eine Kirche wünsche, die diese Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt, eine Gemeinschaft, die Grenzen überwindet und in der alle Menschen zusammenkommen können.“

Das Hochladen der Lieder und manch andere technische Tücken oder familiärer Background machte dieser Gottesdienst zusätzlich "spannend". 

Taina schrieb im Anschluss im Chat dazu: Mir tat der Gottesdienst sehr gut :) und dass alles nicht perfekt funktioniert hat, fand ich gar nicht schlimm. Das hat das Ganze für mich sehr natürlich gestaltet. Wir machen glaube ich gerade so ziemlich alle diese technischen Schwierigkeiten durch,die die neuartige Situation mit sich bringt und erleben diese als ungewohnt und unangenehm. Ich finde es besser, dass so etwas auch mit technischen Schwierigkeiten stattfindet, statt gar nicht. Viele Dank und viele Grüße.