Der akademische Gottesdienst mit Prof. em. Dr. med. Hermann-Jose Rothkötter, der zugleich auch unser Semesterabschlussgottesdienst gewesen ist, war so gut besucht, dass wir noch eine ganze Stuhlreihe dazustellen durften, damit alle Gäste einen Sitzplatz bekommen konnten. Professor Rothkötter, der sich auch viele Jahre als Dekan engagiert hat, ist bei den Medizinstudierenden auch so beliebt, weil er in seinen Vorlesungen über die Anatomie hinaus auch viele interessante Themen angesprochen und einen spannenden Erzählstil hat.
Auch in seiner Predigt zu den Waisen aus dem Morgenland hat sie Prof. Rothkötter als ein universal interessierter Forscher erwiesen, der mit vielen Details zur Geschichte und Geographie den Kontext dieser legendenhaften Pilgerreise anschaulich machen konnte. Das der Gottesdienst am Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus und der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz stattfand, waren nicht die Gebete darauf bezogen, sondern auch die Kollekte für die Stolpersteine in Magdeburg. Peter Wetzel, der die Stolpersteininitiative in Magdeburg vertritt, berichtete von den aktuellen Vorhaben – u.a. von dem durch den Winterdienst beschädigten Stolperstein für Fritz Arnold Kruse, für den die ESG die Patenschaft hat, und der im Frühjahr ersetzt werden soll. Beim anschließenden gemeinsamen Essen der beiden leckeren Suppen, die Jocelyne wieder für uns gekocht hat, ging ein sehr schöner Abend in der ESG zu Ende.
